Ausstellung: yallah!? Über die Balkanroute

Ausstellung
Do, 16.08. - So, 26.08. 14:00 Uhr | Offener Kunstverein

yallah!? Über die Balkanroute

Die bundesweite Wanderausstellung macht Station im Kunstwerk Potsdam

Donnerstag 16.08. bis Sonntag 26.08.2018

Kunstwerk im Studentischen Kulturzentrum [ ] Kuze Eröffnung Donnerstag 16.08. um 19.00 Uhr

Einlass ab 18 Uhr. Anschließend Einführung in die Ausstellung und Schnittchen von der mobilen Küche.

Hermann-Elfleinstr. 10, 14467 Potsdam
Öffnungszeiten: täglich 14 bis 20 Uhr

Eintritt frei

http://yallah-balkanroute.uni-goettingen.de/y-in-potsdam/

Liebe Freunde, Bekannte und Interessierte!
Wir freuen uns, die folgende Ausstellung mit Begleitprogramm anzukündigen und hoffen euch/Sie zur Eröffnung, während der Öffnungszeiten oder zu einer der Veranstaltungen begrüßen zu können!

Freundeskreis Yallah!? Über die Balkanroute – Potsdam

unterstützt von: Offener Kunstverein Potsdam e.V., FreiLand, La Datscha, die aNDERE, SV Babelsberg 03, [ ] Kuze – Studentischen Kulturzentrum

Worum geht es?

Nach und nach rücken der Sommer 2015, der „March of Hope“ von Budapest nach Österreich und die „Willkommen!“ rufenden Menschen an deutschen Bahnhöfen immer weiter in die Ferne. Während 2015 die geöffneten Grenzen die Stimmung elektrisiert haben, ist die heutige Debatte zum Thema Flucht immer öfter dominiert von Diskussionen über Grenzsicherung, Terror und rassistischen Perspektiven.
Dem entgegen soll mit dieser Ausstellung der „langen Sommer der Migration“ 2015 und die Öffnung eines Korridors durch Süd-Osteuropa als relevantes politisches und historisches Ereignis festgehalten und gut aufgearbeitet einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

Die Ausstellung rückt zwei Jahre später Geflüchtete als Hauptakteur_innen wieder in den Vordergrund und zeigt mit zahlreichen Audio-, Foto- und Videoaufnahmen sowie Kunstwerken ihre Sichtweisen auf Migration und Europa.

Wer spricht?
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Perspektiven von Geflüchteten. Die präsentierten Audio-, Video- und Fotoaufnahmen wurden während zahlreicher Gespräche und Interviews in Nordgriechenland, Serbien oder in Deutschland aufgenommen.

Entstanden sind die Materialien während Fahrten auf die sogenannte Balkanroute, bei denen die Macher_innen der Ausstellung auf unterschiedliche Weise Geflüchtete solidarisch unterstützt haben. Während der Gespräche auf der Route wurde deutlich, dass die Stimmen von Refugees in Deutschland mehr Gehör finden müssen.

In der Ausstellung kommen Künstler_innen mit Fluchterfahrung durch ihre eigenen Werke zu Wort.

Die Ausstellung ist in einer Zusammenarbeit von mehreren Personen entstanden, die auf der Route Geflüchtete unterstützt haben und in politischen, kritisch-akademischen und künstlerischen Kontexten engagiert sind.

Die Ausstellung ist in deutscher Sprache. Audio-, Gedicht und Videobeiträge sind im Original mit Untertitel und Übersetzung.

Begleitprogramm zur Ausstellung:

Samstag 18.08.2018 / Theatersaal im Kunstwerk
Beginn: 19 Uhr

City Plaza Hotel Athen. The Best Hotel in Europe?!

Die sogenannte Flüchtlingskrise ist nicht eine Krise der Migration, sondern viel mehr eine der europäischen und internationalen Staatengemeinschaft. Grenzen werden dicht gemacht und militärisch aufgerüstet. Menschen, die vor Krieg, Armut oder politischer oder religiöser Verfolgung fliehen, werden in Lagern eingesperrt, meist in Ländern, in denen sie nicht sein wollen. Besonders in Griechenland, welches durch die geografische Lage, eine der europäischen Außengrenze darstellt, sind hunderttausende Menschen unfreiwillig gestrandet. Seit Jahren gehen die Bilder der völlig überfüllten Lager um die Welt. Staatliches und internationales Versagen wird hier seit Jahren von der internationalen Gemeinschaft willentlich hingenommen. Doch mit dem “Sommer der Migration” 2015 kam auch eine neue Solidaritätsbewegung mit den flüchtenden Menschen Europa weit ins rollen. Im City Plaza Hotel in Athen, Griechenland, zeigt sich diese Solidarität auf ganz praktische Weise. Im April 2016 wurde das seit Jahren leerstehende Hotel im Athener Zentrum besetzt, um bis zu 400 Menschen von der Obdachlosigkeit oder der Inhaftierung in den Lagern zu befreien und in Würde zu beherbergen. Auf der Basis von Autonomie und Selbstorganisation und durch die tatkräftige Unterstützung griechischer und internationaler AktivistInnen, als auch allein durch private Spenden finanziert, hat das City Plaza seit dem für hunderte Familien ein temporäres Zuhause geboten. In diesem Vortrag erzählen AktivistInnen, wie das City Plaza funktioniert, wie sich das tägliche Leben gestaltet und wie die aktuelle Situation vor Ort ist.

ReferentInnen: AktivistInnen aus dem City Plaza

Mittwoch 22.08.2018 / Theatersaal im Kunstwerk
Beginn: 19 Uhr

Flucht über das Mittelmeer. Ein Erfahrungsbericht von Europas südlicher Grenze

“Yallah, über die Balkanroute!” das ist heute drei Jahre später kaum mehr möglich und denkbar. Viel mehr ist der gefährliche Weg über das Mittelmeer als zentrale Fluchtroute nach Europa wieder in den Mittelpunkt gerückt. Und gleichzeitig ist vorallem das zentrale Mittelmeer zu einer der (politisch) umkämpftesten als auch tödlichsten Grenzen Europas geworden. Neben der immer weiter voran schreitenden Externalisierung der Grenze (bereits bestehende und gelplante Lager in Nordafrika, Militarisierung des Mittelmeers u.v.m.) werden Helfende und Seenotrettungsprojekte verstärkt kriminalisiert, Rettungsschiffe beschlagnahmt und die Schutzsuchenden dem Tod durch Ertrinken oder den libyschen Milizen überlassen.

Wir wollen ein aktuelles Bild zeichnen, was es heißt, den Weg über das Mittelmeer auf sich zu nehmen und einen Einblick in die Situation der Helfenden in Zeiten der steigenden Repressionen vermitteln.

Referentinnen: AktivistInnen von Jugend rettet + Solidarity at Sea

Sonntag 26.08.2018 / Open Air
11:00 – 17:00 Uhr

“Public Viewing”

Wir zeigen bei schönem Wetter die Ausstellung auf der Brandenburger Straße Ecke Elfleinstraße

Yallah!?
Über die Balkanroute

http://yallah-balkanroute.uni-goettingen.de/

Kuration und Realisierung: Wesam Alfarawti, Mira Lou Braun, Petja Dimitrova, Luise Marbach, Nils Nadrowski, Svenja Schurade, Jörg Sidow, Franziska Stübgen

In Kooperation mit:
Bordermonitoring e.V., Forschungsgesellschaft Flucht und Migration e.V., Falken Göttingen, Institut für angewandte Kulturforschung e.V., Medico international, Moving Europe, Netzwerk Konkrete Solidarität e.V., Roma Antidiscrimination Network (RAN) des Roma Centers Göttingen e.V., Rosa Luxemburg Stiftung

Unterstützt durch:
Allgemeiner Studierendenausschuss der Georg-August-Universität Göttingen, Amadeu Antonio Stiftung, Bildung trifft Entwicklung, Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, Engagement Global, Generationhochdrei, Gleichstellungsbüro der Philosophischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen, Institut für Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie der Georg-August Universität Göttingen, Solidaritätsfonds der Hans Böckler Stiftung, Studienqualitätsmittel der Georg-August-Universität Göttingen

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